Dackel Leo

Dackel Leo von der Ostsee

 

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Wallis 2008
Kurz entschlossen fuhren wir Ende Mai 2008 nach Saas Almagell ins Wallis. Unser Bauvorhaben nahm
langsam Gestalt an und das im wahrsten Sinne des Wortes:
l a n g s a m ... , eigentlich sollte das Angebot des Tiefbauers längst da sein, doch es ließ auf sich warten. Was sprach dagegen, zwei Wochen Urlaub zu machen?

Die Anreise erfolgte durch den Lötschbergtunnel und zum 2. Mal verfolgte ich das Geschehen mit Verwunderung. Spät nachmittags erreichten wir unser Ziel.

Schnell wurden die Koffer ausgepackt und gingen den Fußweg nach Saas Fee. Aah, diesen Weg hatte ich in guter Erinnerung. Der Weg verläuft unterhalb von Plattjen, wo ich im Jahr 2003 meine ersten Steinböcke gesehen hatte ! An diesem Abend beobachtete ich eine Gämse, die auf den Weg herunter schaute.

Dieser Urlaub fing gut an ... doch es sollte noch besser kommen !

Leo bei der Fahrt durch den Lötschbergtunnel

Eines morgens spazierten wir an der Saaser Vispe entlang. Eine Gämse durchquerte den Fluss und lief  mir über den Weg. Jiff, jiff, jiff, rief ich hinterher...

Saas Almagell: die Gämse springt durchs Wasser und über Felsen

Saas Almagell: die Gämse rennt in den Wald

   
Oberhalb von Saas Almagell wurde ein neuer Höhenweg angelegt, der in den nächsten Tagen eröffnet werden sollte. Was lag näher, als diesen schon mal zu erkunden? Es handelt sich um einen Suonenweg, das heißt der Weg führt an einem Wasserlauf entlang. (Über diese Suonen fand früher die Bewässerung der Almen und Wiesen statt.)

Suonenweg in Sass Almagell

Saas Almagell


Nachmittags machten wir einen Spaziergang um den Mattmark Stausee. Der Rundweg war noch nicht viel begangen, weil der Schnee erst vor Kurzem getaut war. Die Tiere waren jedoch schon aufgewacht und so suchte und entdeckte ich ein Murmeltier und einen jungen Steinbock. Die Steinböcke waren gerade im Fellwechsel (deshalb wirken sie so zottelig).
 
Murmeltiersuche am Mattmark Stausee Steinbock am Mattmark Stausee

An einem anderen Tag lag Saas Almagell in den Wolken. Wir schauten uns morgens im Fernsehen die Panoramabilder der Schweiz an und sahen, dass oberhalb der Wolkendecke schönes Wetter war.
Optimistisch packten wir den Rucksack und  stiegen von Gasenried auf das Grathorn. Der Wanderweg auf das Grathorn wurde neu geführt. Die Beschilderung führte über eine neue Straßentrasse, in der wir im Schlamm mit unseren Bergschuhen bzw. Pfoten stecken blieben. Also gingen wir zurück und suchten unseren alten Weg. Auf diesem bekannten Weg erreichten wir mühelos den Gipfel und konnten die Sonne genießen!

Dackel Leo auf dem Grathorn - Gasenried

Zwei Mal waren wir auf der Almageller Alm. Kurz vor der Alm erregte ein starker Geruch meine Nase und wir sahen einige Rudel Steinböcke. Sie ästen, lagen friedlich kauend im Grünen und schauten neugierig auf unseren Weg herunter. Ich hechelte Ihnen ein tiefes " jiff, jiff "zu, doch sie ließen sich nicht stören und Gitte sagte: "keinen Laut, Leo!"

Einem Steinbock schaute ich eine ganze Weile in die Augen, bis Gitte es zu mulmig wurde, die Augen senkte und sagte: "Komm, wir gehen weiter!" (Stellt euch nur mal vor, der hätte uns angegriffen ...)

Leo's Blick auf Steinböcke an der Almageller Alm Steinbock an der Almageller Alm

Vom Mattmark Stausee stiegen wir zu einem Aussichtspunkt, von dem wir auf den Schwarzberggletscher sehen konnten. Der Wanderweg führte uns über die Moräne des Gletschers, wo uns drei andere Wanderer fotografierten. (Es war fast das einzige Mal, das wir andere Wanderer trafen, da die Wandersaison erst Mitte Juni anfängt)
 
Aufstieg zum Schwarzberggletscher am Mattmark Stauses Dackel Leo am Aussichtpunkt Schwarzberggletscher

Wir mussten einige Schneefelder überqueren, die ich teils getragen wurde, da sie sehr tief waren. Meine Pfoten waren durch die Kälte außerdem empfindlich geworden. Ich hatte mir eine kleine wunde Stelle gelaufen, die jeden Tag von Gitte verarztet wurde.
Wenn sich der Schnee auf flachem Gelände befand, durfte ich mich darin wälzen und das fand ich toll. Wohlig steckte ich mein Näschen in den Schnee und zog mich auf allen vier Pfoten vorwärts.

An einem schönen Tag machten wir eine Wanderung im Mattertal. Wir fuhren mit dem Auto bis Täsch und stiegen von dort auf den Europaweg Grächen-Zermatt (Das Teilstück nennt sich Tufterer Höhenweg). Dieser Höhenweg ist sehr zu empfehlen, da er eine grandiose Aussicht auf das Matterhorn hat. Der Weg war noch nicht überprüft worden, sodass wir eine kleine ausgesetzte Stelle meistern mussten. Immer wieder schauten wir auf das Matterhorn, welches oft von einer kleinen Wolke umhüllt wird.
 
Dackel Leo: Europaweg Grächen-Zermatt gen. Tufterer Höhenweg Dackel Leo: das Matterhorn
Die Gämsen und vor allen Dingen die vielen Steinböcke haben wir bisher noch nie in dieser Menge gesehen. Es hat sich gelohnt, im späten Frühjahr hierher zu fahren.

Leo wollte nicht nach Hause fahren. Bei der Abreise legte er sich flach auf den Boden und sagte:
ich bleibe hier!

 

 

 

 

Dackel Leo träumt von seinem nächsten Pfotenurlaub