Dackel Leo

Dackel Leo von der Ostsee

 

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Wallis 2003
Erstmals fuhren wir zum Wandern ins Wallis nach Saas Almagell. Die Autobahnfahrt war langweilig, aber als ich die ersten Bergriesen erblickte, schaute ich fasziniert aus dem Autofenster. Einige Gerüche, die durch die Lüftung des Autos hereinkamen, gelangten in meine Nase. Ah, das war nach meinem Geschmack !

Ich genoss gerade die schöne Berglandschaft, als es draußen rappelte und klapperte. Ich stellte die Ohren auf. Was war das? Wir waren mit dem Auto auf einen Eisenbahnwagon gefahren. Herbert stellte den Motor ab. Es ruckelte und wir fuhren, obwohl Herbert die Hände nicht am Steuer hatte.

Im Auto wurde es dunkel ...Wir fuhren mit dem Autoreisezug durch den Lötschbergtunnel!

Nach ca. 10 Minuten erreichten wir das Tageslicht und setzten unsere Autofahrt bis Saas Almagell (1673m) fort.

Saas Grund, Wallis
Am ersten Tag machten wir eine kleine Wanderung zum Einlaufen. Über einen steilen Hang ging es zur Almageller Alp (2194m). Unbekannte Tiergerüche stiegen in meine Nase. Kurz darauf lief ein Murmeltier über den Hang! Ich versuchte, hinterher zu laufen, wurde jedoch durch meine Leine und einen Zuruf "Schluss und aus" gestoppt. Schade...
 
Erlebnisweg Almageller Alp Auf dem Rückweg nach Furgstalden war das abgebildete Schild am Wegesrand angebracht. Was stand uns bevor?
Als Erstes gingen meine Leute über eine Hängebrücke von 65 Meter Länge....

Da die Bretter weit auseinander standen, trug mich Herbert auf seinen Armen herüber. Über schmale seilgesicherte Wege und Stege sowie Gesteins- und Felsbrocken wanderten wir abwärts. Größere Felsstufen waren mit Trittstufen versehen. Aus Sicherheitsgründen wurde ich in den Rucksack gepackt.
 

(Das wurde mir während meiner Ausbildung beigebracht.)

 

Erlebnisweg Almageller Alp: Treppen und Hängebrücken

Erlebnisweg Almageller Alp: im Rücksack über die Hängebrücke

Jetzt hatten meine Menschen die Hände frei und konnten sich an den entsprechenden Stellen festhalten.
Ein paar Tage später lag in Saas Almagell morgens der erste Reif auf den Wiesen. Es war ein klarer Tag und wir fuhren mit dem Auto bis zur Moosalp (2048m). Von dort aus stiegen wir auf das Augstbordhorn (2973m). 925 Höhenmeter waren zu überwinden, doch das nahm ich mit Leichtigkeit in Angriff. Ich sprang fröhlich des Hang hinauf. Unterwegs traf ich eine Hündin, die ebenfalls auf den Gipfel wollte. Wir erkundeten die Umgebung gemeinsam. Das machte Spaß !

Aufstieg zum Augstbordhorn Mischabellgruppe

Am nächsten schönen Tag wanderten wir von Rosswald auf das Folluhorn (2510m).

Auf dem almigen Gipfel wäre ich gerne ohne Leine herumgetobt. Da es sehr viele Murmeltierbauten gab, durfte ich nur an meiner 5-Meter Leine herumtollen.

Dackel Leo auf dem Folluhorn

Von Fiesch fuhren wir mit der Seilbahn auf den Kühboden. Bei guter Sicht lohnt sich die Fahrt oder die Wanderung auf das Eggishorn. Da die Berge teilweise in Wolken waren, wanderten wir nur bis zum niedriger gelegenen Tälligrat (2610m).
Aletschgletscher

 Dackel Leo auf dem Tälligrat

Und dann kam mein Lieblingstag, den ich nie vergessen werde. Bei hochziehendem Nebel stiegen wir den "Gämsweg" von den Saas-Almagell nach Plattjen (2570m) hinauf.
 
Gämsen auf  Plattjen

Der "Gämsweg" hat seinen Namen zu Recht. Wir trafen einige Rudel Gämsen sowie zwei Steinböcke.
 

Ich musste aufpassen, mich nicht zu verraten: jedes Mal wenn ich meine Nase hob und "rüsselte"
sagte Gitte: Achtung Wild!

 

 

Steinböcke auf Plattjen
Vom Stausee Mattmark (2197m), der oberhalb von Saas Almagell liegt, wanderten wir bis zur Monte Moro Passhöhe (2868m). Ein historischer Weg aus dem Mittelalter führt durch eine felsendurchsetzte Flanke des Monte Moro auf natürlichen Bändern und künstlichen Steinplatten-Treppen! Herbert und Gitte brauchten trotzdem oftmals die Hände, um die Felsen hochzukommen.
Diese Madonna bewacht den Monte Moro Pass.

Madonna auf der Monte Moro Pass Höhe
Wanderung zum Monte Moro Pass
Vorwitzig schaute ich aus dem Rucksack.

Ich musste dort fast eine Stunde ausharren und habe mir die Umgebung angeschaut. Herbert musste meine 7,5 kg tragen.

Rechts auf dem Foto musste ich meine Pfoten bewegen.

War ja alles eingerostet nach so langer Zeit ....

Dackel Leo auf dem Monte Moro Pass

Die Schönwetterperiode wurde nach zwei Wochen durch wechselhaftes Wetter abgelöst.

Abends schneite es und am nächsten Morgen waren die Fahrstraßen dick vereist. Auf den Bürgersteigen und Wanderwegen lag Schnee! Frühmorgens machten wir eine eineinhalbstündige Wanderung zum Mattmarkstausee. Durch das Wetter waren die Rehe aus dem Wald gekommen und liefen mir über den Weg. Ein neuer Geruch - toll !
 

Erst gegen Mittag waren die Strassen für Autos passierbar. Wir erledigten schnell unsere Einkäufe und fuhren nach Saas Fee, welches ca. 130 Meter höher gelegen ist. Dort durfte ich durch den Schnee toben.

 

Dackel Leo im Schnee bei Saas Fee

Dackel Leo 's Koffer für die Rückreise
Dieser Urlaub hat mir gut gefallen.

Bei der Abreise legte ich mich in den offenen Koffer. Wenn ihr nach Hause fahrt, dann nehmt ihr mich bitte mit.

Ich wäre noch gerne in Saas Almagell geblieben.