Dackel Leo

Dackel Leo von der Ostsee

 

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Lago Maggiore 2005
Unsere Digitalkamera  war während unseres diesjährigen Kegelausfluges vom Stuhl gefallen und funktionierte nicht mehr. Wir hatten sie zur Reparatur eingeschickt und warteten, ob sie bis zum Urlaubsbeginn fertig wurde. Glück gehabt, einen Tag vor der Abreise brachte der Postbote die Kamera! Unsere Reise in den schweizerischen Tessin konnte beginnen. Wir fuhren zum Lago Maggiore, den ich noch nicht kannte.

Dackel Leo macht Urlaub in Gordola
 

In Gordola, wenige Kilometer von Locarno entfernt, wohnten wir in einem Rustico. Ich betrat das Haus und traute meinen Augen nicht: im Dielenbereich und im Wohnzimmer lagen Teppiche ! Es dauerte keine fünf Minuten, bis ich durch fröhliches Wälzen auf dem Teppich zeigte, wie gut mir dieses Haus gefiel.

Gespannt wartete ich auf den nächsten Tag. Zuhause hatte ich mit Argusaugen beobachtet, dass Wandersachen eingepackt wurden.


Hurra, die Rucksäcke wurden gepackt und nach kurzer Autofahrt wanderten wir von der Alpe Neggia (1395m) auf den Monte Tamaro (1961m).

Dackel Leo auf dem Monte Tamaro

Dackel Leo's Blick vom Monte Tamaro


Vom Monte Tamaro schaute ich staunend auf den Lago Maggiore, auf Locarno und das Maggiatal.
 
Am nächsten Tag war es neblig und trüb. Nachts hatte es wie aus Eimern geschüttet.
Wer einmal im Tessin einen kräftigen Regen erlebt hat, weiß, was ich meine. Wir schauten uns Ascona an. Für mich war der Stadtgang aufregend. Alle Hunde auf der Strasse sprachen  italienisch und ich wedelte auf Verdacht, wie in Südtirol. Das war richtig !
In Ascona oder in Locarno wird im Restaurant auch deutsch gesprochen. Wer jedoch in einem landestypischen Grotto oder in einer Osteria essen möchte, sollte sich italienisch verständigen können.

 Dackel Leo auf dem Wanderweg zur Guriner Furka

An einem sonnigen Tag fuhren wir bis Bosco Gurin (1503m) und stiegen über die Großalp auf die Guriner Furka (2323m). Das Gebiet der Großalp ist leider durch den winterlichen Skibetrieb in Mitleidenschaft gezogen. Daher zweigten wir schnell von der ursprünglichen Route ab und genossen die unberührte Natur.

Auf dem Rückweg nach Bosco Gurin hatte ich viele Wildgerüche in der Nase. Außerdem pfiffen die Murmeltiere wie wild. Wo waren sie bloß? Wie verrückt sprang ich die letzten hundert Meter über die Wiese zum Ort herunter. Ich kreiste die Gerüche ein, doch umsonst, das Wild zeigte sich nicht!

Nach sechsstündiger Wanderung war ich auf der Rückfahrt von den Wildgerüchen so aufgedreht, dass ich erst nach zehn Minuten
einschlief !


Eine herrliche Wanderung haben wir am Lukmanierpass (1916m) gemacht.

Eigentlich wollten wir eine kleinere Wanderung dort unternehmen. Doch das Wetter war so schön, der Weg so gut und ich konnte ausgelassen über unberührte Almwiesen toben...
 

 

Dackel Leo am Lukmanierpass


Am nächsten Tag ruhten wir aus. Wir fuhren an den Luganer See und schauten uns Lugano an. Von wegen ausruhen, für mich war der Stadtrundgang anstrengend! Schließlich wusste ich nie, in welcher Sprache ich wedeln sollte und ob die anderen Hunde mich verstanden.

Lugano

Dackel Leo in Lugano

Lugano - Blütenmeer am See

Nach diesem "Faulenzertag" wollte ich wieder wandern und wedelte so lange, bis Gitte und Herbert  zum Nufenen-Pass fuhren. Es war dunstig bis neblig; auch einige Regenwolken waren zu sehen, aber optimistisch hofften wir auf schöneres Wetter. 

Beim Abstieg vom Nufenen-Pass wurde es für mich besonders aufregend ...

Ein Murmeltier pfiff! Ich schaute schnell in seinem Bau nach, ob ich es noch sehe oder erwische. Nichts tat sich - erwartungsvoll schaute ich mich um. Wo war es?

Kaum waren wir ein Stück weiter gegangen, pfiff es wieder und das Murmeltier stand vor seinem Bau.

Welche Herausforderung! Anmerkung Gitte: Wir ließen Leo nicht in den Bau.

Murmeltiersuche am Nufenenpass

An einem Bilderbuchtag fuhren wir ins Onsernonetal bis Spruga (1113m). Die Strasse ins Onsermonetal ist stellenweise sehr schmal. Auf ihr fuhren jedoch Postbusse ins Tal. Na gut, die Menschen, die kein Auto haben, müssen auch mal einkaufen. Gott sei Dank, kam uns der Bus an einer breiteren Stelle entgegen.

Dackel Leo auf dem Monte Pilone

Von Spruga stiegen wir über unzählige Stufen durch das Dorf und den Hang hinauf. Ich musste  getragen werden und sprang umso fröhlicher los, als es an den richtigen Aufstieg auf den Monte Pilone (2192m) ging.

Puh, in schweißtreibenden 2 3/4 Stunden schafften wir 1079 Höhenmeter, aber die atemberaubende 360° Sicht belohnte uns für unsere Mühe.

 


Am nächsten Tag machten wir eine kleinere Tour und fuhren nach Porera (1100m), oberhalb von Ronco.
 Über die Alpe Naccio stiegen wir auf den Pizzo Leone (1659m).

Rechts auf dem Foto könnt ihr mich und Herbert kurz vor dem Gipfelanstieg sehen.

Auf diesem Weg nannten mich einige Wanderer:
"cane sportivo".

Ja, ein sportlicher Hund, das bin ich !

Dackel Leo , - cane sportivo -  kurz unter dem Pizzo Leone

Dackel Leo auf dem Weg zur Basodino Hütte

An einem der letzten Tage fuhren wir ins Bavona-Tal nach San Carlo (938m). Wir wollten zur Basodino Hütte (1856m) aufsteigen.
Ein interessantes Schild wies uns den Weg zur Hütte.

Einladung zur  Basodino Hütte  Der Weg stieg stetig an und wir gewannen 
  an Höhe.
  Das Wetter verschlechterte sich und die 
  Wolken wurde dunkler. Aus
  Sicherheitsgründen kehrten wir ca.
 350 Höhenmeter unter der Hütte um.

Nachträglich war ich froh, dass meine Leute zur Umkehr drängten. Kaum waren wir am Auto, fing es an, zu regnen. Ich kuschelte mich bei Gitte auf den Schoss und schlief. Jetzt war nichts Aufregendes mehr zu erwarten.