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Hochprovence 2005
Mitte
Mai fuhren wir in die Hochprovence. Da wir viele Kilometer
bewältigen mußten, machten wir im Vercors, einer Gegend bei Grenoble, eine
Zwischenübernachtung.
Unser Hotel war abseits der Durchgangsstrasse und ruhig
gelegen.
Vom Hotel wanderten wir auf einem Weg in den Wald. Ich tobte den
Hang hinauf und wollte den nächsten Gipfel ersteigen, doch
Gitte und Herbert bremsten meinen Elan und machten sich nach einer
halben Stunde auf den Rückweg.
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Der Aufenthalt verlief
ohne Zwischenfälle. Beim Abendessen lag ich brav unter dem Tisch und
ließ mich auch nicht von einer Katze stören, die quer durch das
Restaurant lief.
Am nächsten Morgen setzten wir unsere Fahrt fort und kamen gegen Mittag in Castellane
an.
Der Ort liegt am Eingang zur Verdonschlucht, die wir zu Fuß, mit dem Auto und mit dem
Tretboot erkundeten.
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An einem der ersten Tage
stiegen wir auf den Aussichtspunkt Rancoumas. Vom Rand
dieser Felsen schauten wir ca. 390 Meter tief in die Verdonschlucht
herunter. Oh je, das
war Schwindel erregend !
Wir
machten Mittagspause und ich ruhte mich hinter einem Busch im
Schatten aus.
Viele unbekannte Geräusche ließen mir keine
Ruhe und so schaute ich neugierig in der Gegend umher.
Gibt es hier Wild?
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Nach mehreren Wandertagen durfte ich während einer Autofahrt ausruhen.
Wir fuhren zur Cians-Schlucht, die wir zu Fuß erkundeten. Gitte
trug mich diese Treppe herunter,
damit ich den Fluss erkunden konnte.
Fröhlich
schaute ich mir die riesigen Felswände aus rotem Gestein an.
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Ein angenehm schattiger Wanderweg führte uns durch die
Verdonschlucht zu den Quellen von St. Maurin.
Der untere Wasserfall von St. Maurin ist sehr schön.
Über Tuffstein, auf dem sich viel Moos gebildet hat, fällt das
Wasser gleichmäßig herunter.
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Das Örtchen Rougon, welches 960 m hoch hinter einem
Felsen liegt, lockt mit einem schönen Blick auf die
Verdonschlucht.
Von hier schauten wir auf den Eingang der Schlucht mit
dem Engpass "Samson".
Hier seht
ihr uns auf dem
Aussichtsfelsen von Rougon.
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An klaren Tagen unternahmen wir Ausflüge in die Berge.
So fuhren wir über den Col
d' Allos (2247m), über den Col de
la Cayolle (2326m) und den Col de Champs (2045m).
Am Col d' Allos und am Col de Champs hörte ich viele Murmeltiere pfeifen. Wie wild jagte ich
mit Gitte im Schlepptau den Hang hinauf.
Rechts bin ich an einem Murmeltierbau zu sehen. |
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Die höchst
gelegene Pass-Strasse Europas, den Col de la Bonette (2715m) haben
wir bei strahlendem Wetter mit kühler Luft erlebt. Die 360
°Aussicht war unbeschreiblich.
Die letzten Meter bis zum Gipfel (2862m), Cime de la Bonette, mussten
zu Fuß zurückgelegt werden. Auf dem Weg lag stellenweise
noch Schnee, in dem ich mich wohlig wälzte.
Nebenan seht ihr meinen
Kampf um die letzten Höhenmeter. |
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Auf einem Teilstück des
Sentier Martell (bekanntester Fußweg durch die Verdonschlucht)
machte ich eine neue Erfahrung. Wir durchquerten zwei Tunnel (670 m
und 110 m lang), die
nur durch unsere mitgenommenen Taschenlampen ausgeleuchtet wurden.
Huch, war das gespenstig !
Ich konnte die Pfoten nicht vor Augen
sehen und stolperte in Löcher oder über Steine. Wasserpfützen, die
ich nicht umgehen konnte, waren zu durchwaten. Ich hatte die Ohren
vor Angst leicht angelegt, da kam Licht!
Ein großes Loch war in den Fels
gehauen. Durch dieses stiegen Gitte und Herbert über Eisentreppen zum Verdon
hinunter und besichtigen die Taubenhöhle. Ich ließ mich
selbstverständlich tragen. |
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Ihr seht
auf die Taubenhöhle. Diese drei Abenteurer besichtigten die
Verdonschlucht durchs Wasser treibend, watend oder schwimmend. |
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Von der Taubenhöhle stiegen
wir die Treppen hinauf und gelangten zurück in den Tunnel.
Kurz danach rief Herbert mir zu: Leo, pass auf ! Der Tunnel machte eine
Kurve. Beinahe wäre ich gegen die Felswand gelaufen. |
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An dieser schönen Stelle, "Plage" (zu deutsch: Strand), ruhten
wir uns aus und machten ein Picknick.
Unsere Wanderungen in der Verdonschlucht forderten Herbert als großen
"Wasserträger" der Familie heraus. Täglich wurden bis zu 3
Liter Wasser benötigt, die im Rucksack geschleppt werden mussten.
Ihr könnt euch vorstellen, dass ich darauf achtete, dass mein
Wasserträger immer bei mir war!
Den Martelweg (Sentier Martel) könnt ihr noch bis zum Chalet de la Maline gehen. Mit
einem Hund wird es kurz nach dieser Stelle jedoch kritisch, da 250
Stufen zu bewältigen sind. Aus diesem Grund wird davon abgeraten,
Hunde mitzuführen.
Wir kehrten um und gingen auf dem gleichen Weg zurück.
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Einen ausführlichen
Bericht ansehen:
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