Dackel Leo

Dackel Leo von der Ostsee

 

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Erste Schritte
Zehn Wochen wurde ich bei meinem Züchter, der Familie Klaus Tack, liebevoll aufgezogen und gut versorgt. An einem Sonntag bekam ich Besuch. Ich wurde Herbert und Gitte vorgestellt und kuschelte mich auf Gittes Schoß.
Dackel Leo schaut sich mit großen Augen um.

Fast zwei Stunden blieb ich hier liegen und nahm den neuen Menschengeruch auf. Was währenddessen geschah, habe ich nicht richtig mitbekommen. Erst nachdem mir meine Leute ein Halsband anlegten und Spielzeug und Hundefutter in Augenschein nahmen, wurde die Sache für mich interessant.
Alle Sachen wurden in ein Auto gepackt. Herbert fuhr mit uns durch strömenden Regen 2 1/2 Stunden nach Kaarst-Büttgen, wo mein neues Zuhause sein sollte. Das Auto hielt und ich wurde heraus gehoben. Vorsichtig erkundete ich unser Haus. Die Wohnzimmer waren mit weichem Teppichboden ausgelegt. In der Küche gab es Fliesenboden. Dort musste ich aufpassen, denn  Fliesen sind rutschig.
Als Nächstes inspizierte ich den Garten. Neben dem Haus lagen Gehwegplatten aus Waschbeton. Sie taten unter meinen Pfötchen höllisch weh.

Vorsichtig probierte ich den Rasen. Der war weich! Anfangs hielt ich mich nur im Bereich des Hauses auf. Mit der Zeit wurde ich jedoch mutiger und erkundete auch den hinteren Bereich des Gartens. Im Frühjahr 2002 besichtigte ich meine ersten Krokusse. Hierauf waren viele Bienen, aber die waren pfui.....           

Dackel Leo's erste Garteninspektion...

Jeden Tag durfte ich die Straßen unseres "Dorfes" besichtigen. Dort traf ich viele Menschen und andere Hunde. Bald hatte ich meine eigene Fangemeinde. Pipi und Häufchen machte ich, soweit ich es kapierte, draußen. Der Garten ließ mir die Freiheit hier Pipi zu machen und bald war der Rasen mit vielen gelben Flecken übersät...
Als ich fünf Monate war und mein Bein zum Pipimachen heben konnte, habe ich mein Reich abgesteckt. Nach und nach markierte ich die Zimmer. Gitte schimpfte und stellte fest, dass ich in jedem Zimmer einmal das Bein gehoben hatte. Danach hörte ich auf ...        

In der Küche hatten Herbert und Gitte einen Flaschenträger stehen, den ich sehr interessant fand. Jeden Abend leckte ich über den Flaschenhalsrand, um festzustellen, welches Getränk die Menschen bevorzugten. Ich stellte die Unterschiede zwischen Wasser, Bier und Wein fest. Warum das "pfui" war, wollte ich nicht verstehen. So ein bisschen Alkohol kann doch nicht schaden? (Nachsatz von Gitte: Leo leckte bis zu unserem Umzug nach Schleswig-Holstein im Frühjahr 2009 "im Vorbeigehen" an den Flaschen. Seit diesem Zeitpunkt steht der Flaschenträger woanders.)

Mitte Mai 2002 hatte ich Augenprobleme. Meine Augen tränten und hatten gelben Eiterausfluss. Wir fuhren zum Tierarzt, den ich im Wartezimmer laut ausbellte, um ihm zu sagen, dass ich Privatpatient bin. Er untersuchte mich, gab mir Antibiotika -Tropfen, eine Spritze und schüttelte den Kopf. Ich hatte zu viele Follikel. Täglich bekam ich diese Augentropfen, aber ohne Tropfen kam die Entzündung immer wieder. Nach dem Provenceurlaub 2002 wurden meine Augen ausgeschabt. Diesen kurzen Eingriff habe ich ohne Probleme überstanden.

Irgendwann wurde als Spielkamerad ein Teddy angeschafft. Bevor ich den Teddy haben durfte, wurde er von Gitte operiert. Die Augen wurden vorsichtig entfernt, die entstandenen Löcher zusammengezogen und dick verzwirnt. Die Nase habe ich öfters mit meinen Zähnen zerbissen, so dass auch hier wieder Löcher entstanden sind. Außerdem habe ich dem Teddy fast das Ohr abgerissen. Unerschütterlich wird alles wieder vernäht, so dass ich sagen kann, so' n Teddy ist nicht klein zu kriegen (fast wie ein Teckel ...). Wenn ich mal irgendwelche Untaten angestellt habe, schimpfe ich kurz darauf mit meinem Teddy, nehme ihn ins Maul und beutele ihn, so wie es früher meine Dackelmutter mit mir tat.

Dackel Leo hat einen Teddy geschenkt bekommen.
Dackel Leo's erster Tannenbaum im Wohnzimmer!

Im Dezember 2002 machte ich meine ersten Erfahrungen mit Adventsgestecken und Tannensträußen. Überall hingen verlockende Stroh- und Holzsterne von den Tannenzweigen. Diese galt es herunter zu holen und auseinander zu nehmen. Drei oder vier solcher Sterne mussten dran glauben. Heiligabend wurde ein Tannenbaum ins Haus geholt. Hier seht ihr ihn noch verpackt. Ich tat so, als ob mich das nicht interessiert.

Wunderschöne Kugeln wurden angehängt. Diese habe ich später von meinem Sofaplatz besichtigt und mit der Nase angestupst. Sie schaukelten herrlich hin und her, aber mein Wunsch, dass sie herunterfielen, ging nicht in Erfüllung.

Anfang Februar 2003 habe ich etwas "Großes" angestellt. Gitte war nicht zu Hause und ich hatte Langeweile und Frust. Ich entdeckte im Wohnzimmer ein Plastikröhrchen (Kabelkanal), das ich mit meinen Zähnen aufbiss. Dieses Röhrchen enthielt ein dickes

schwarzes Band (Elektrokabel), das ich zerlegte. Es machte "Peng" und ich ging in Deckung. (Gott sei Dank war nur ein Kurzschluss entstanden!) Mittags kam Gitte nach Hause und bemerkte, dass das Kabel vom Aquarium zerbissen worden war. Es gab ein fürchterliches Donnerwetter, aber alle waren froh, dass meine Schandtat so glimpflich abgegangen ist.
Zu Beginn des Jahres 2003 hat es bei uns geschneit. Ich tobte eifrig im Schnee herum. Die Spurensuche wurde jetzt interessanter, da die Gerüche besser hielten.

Dackel Leo's erster Schnee Dackel Leo's erster Winter- Schnee ist einen Riesenspass für Hunde.
Bei der Spurensuche auf dem Feld ...           bin ich wie mit Puderzucker bestäubt.