Dackel Leo

Dackel Leo von der Ostsee

 

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Dolomiten 2011
Mitte September fuhren wir in die Dolomiten. Zwei Tage vorher schauten wir erwartungsfroh den Wetterbericht für unsere Urlaubsregion an. Es wurde ein Wintereinbruch mit Schnee bis auf 1000 Meter Höhe für den nächsten Tag vorher gesagt. Einen Tag später sahen wir auf den Webcams, dass es bis in unseren Urlaubsort geschneit hatte. Na, das fing ja gut an!

Wir legten eine Zwischenübernachtung im Altmühltal ein. Die ersten zwei Hotels waren besetzt.... Wie gut, dass Herbert zu Hause mehrere Hotels auf Hundetauglichkeit vorgeprüft hatte.

Im dritten Hotel konnten wir bleiben und von dort am nächsten Tag bis Olang fahren. Bei schönen Wetter wurde  auf der Gartenterrasse in Sterzing zu Mittag gegessen (vor zwei Tagen undenkbar).

Als wir bei unserer Ferienwohnung ankamen, zeugten nur noch einige zusammen gefegte Schneereste vom heftigen Schneefall vor zwei Tagen.

Voller Tatendrang wanderten wir am ersten Tag zur Dreizinnenhütte. Kaum hatte ich ein Schneefeld gesehen, da war ich auch schon drin. Ich warf mich auf den Rücken und schubbelte mir kräftig das Fell. Ach, war das schön !

Auf dem Weg musste ich gebremst werden. Es waren Wanderer vor mir, die ich mühelos überholte. Doch es kamen immer neue Wanderer, die vor mir waren .... So ging das nicht!

Trotzdem kamen wir in Rekord verdächtiger Zeit an und jausten in strahlendem Sonnenschein in der Nähe der Hütte. Na ja, wie ihr auf dem Foto seht, gab es viel zu sehen und ich ruhte mich aus.

Fröhlich liefen wir auf dem gleichen Weg zurück und merkten erst zwei Tage später unseren Muskelkater (1000 Höhenmeter Auf- und Abstieg).

Am nächsten Tag wollten wir über die Almentarawiesen zum Heiligkreuz-Hospiz laufen. Der Schnee taute kräftig auf den Wiesen und da diese selbst im Normalfall sumpfig sind, standen wir schnell in der Patsche. Das Wasser stand mir bis zum Bauch und wir hatten Mühe weiter zu kommen. Wir gingen zurück und
fanden einen gemütlichen Mittagsplatz zum Jausen. Ich holte mir eine Handvoll Leckerli ab. Wandern macht hungrig!

Auf dem Foto seht ihr im Vordergrund die Almentara- Wiesen mit dem Puez Plateau und der Geisler Gruppe.

Vom Hochalpenkopf im Pragser Tal habe ich 2004 berichtet. Dieses Mal bestiegen wir den etwas niedrigeren Kühwiesenkopf, der eine almige Bodenstruktur hat und für meine inzwischen wund gelaufenen Pfoten  besser geeignet war. Bei strahlenden Sonnenschein und 9,5 ° Morgentemperatur ging es los. Ich war kaum zu bremsen. Fröhlich sprang ich die Wiesen hoch. Herbert und Gitte mussten schauen, dass sie mein Tempo mithalten konnten. Wie üblich, war ich als erster am Gipfelkreuz.
Beim Abstieg lagen auf unserem Wanderweg umgestürzte Tannen. Der Schnee, der vor einigen Tagen gefallen war, hatte vielfach zu Schneebruch geführt. Herbert musste mir über die Hindernisse helfen.

Ich darf nicht aus Bächen trinken, ich lasse mein  Wasser im Rucksack tragen!



Die Rundwanderung um den Peitlerkofel erlebten wir bei schönem Wetter und ohne Schnee. Die Sonne schien strahlend vom Himmel und es war so warm, dass ich mittags im Schatten sitzen musste. Aufgrund der Wärme war die Sicht auf die entfernten Berge etwas dunstig.

Wir fuhren auf die Plätzwiesen im Pragser Tal. Eine kürzere Wanderung führte uns bis zum Heimkehrerkreuz auf den Strudelköpfen, von dem wir einen schönen Drei Zinnen Blick genossen. Links ist der Blick von den Strudelköpfen zu sehen.

In Kolfuschg (1645m Hochabtei) wollten wir einen Höhenweg gehen. Nach dem Aufstieg zum Col Pradat entschieden wir uns, einen schönen Hangweg zur Ciampac-Scharte (Forcella di Ciampac) zu nehmen. Von dort hatten wir einen schönen Blick in das Gadertal und auf den Gipfel des Sass Songher (2665m). Nach Überquerung der Scharte kamen wir auf ein riesiges Hochplateau. Aufgrund des Gestein wirkte es wie eine Mondlandschaft (stellt euch das Bild unten rechts ohne Gras vor). Einige Restschneefelder wurden von mir freudig begrüßt. Gitte rief mir hinterher, dass ich meine Ohren nicht über den Schnee ziehen soll. (Meine spärlichen dünnen Haare fallen sonst aus. Dann frieren mir im Winter die Ohren ab!)

Von Bad Bergfall wanderten wir über die Lapaduresscharte zum Hochalpensee. Dieser Weg sollte größtenteils durch Wald führen und nicht so steinig sein (wegen meiner Pfoten). Wie gesagt, sollte .....

Der Wanderweg verlief durch den Wald aber immer am Bach lang. Dieser Bach bringt bei Regen und Tauwetter sehr viel Geröll mit sich. So wanderten wir über viel Schotter den Hang hinauf. Au weia, aber alles ging gut, weil Herbert mich bergab zum Teil getragen hat.

Wir wanderten auf das Haunoldköpfl oberhalb von Innichen. Auf die vorderste Aussichtskuppe durfte ich nicht wandern, da der Weg ausgesetzte Stellen hatte. Zusammen mit Gitte wartete ich darauf, dass Herbert zurück kam.

Auf dem Rückweg hatten wir eine lustige Bekanntschaft mit einem Bach. Der breite Forstweg führte plötzlich nicht mehr in die richtige Richtung. Vor uns waren andere Wanderer, die waren jetzt nicht mehr zu sehen. Also konnte es nur durch den Bach gehen.
Hier die Kurzform: Angesehen - Leo auf den Arm - gesprungen. Platsch, das Wasser war viel tiefer als gedacht. Die Schuhe nass. Herbert und ich waren auf der anderen Seite. Es erfolgt der Zuruf: "Du musst schnell dadurch laufen." Gitte springt von Stein zu Stein und schafft es ebenfalls mit pitschnassen Schuhen ans Ufer. Ich war trocken. Ha, ha, ha!  (Die Schuhe wurden später mit viel Zeitungspapier ausgestopft und waren am nächsten Morgen so gut wie trocken.)

Eine wunderschöne Wanderung im Wald und über viele Wiesen machten wir in Corvara. Wir fuhren bis kurz vor den Campolonga-Pass, parken dort und wandern auf den Gipfel Pralongià (2138m). Dies war eine kleine ruhige Ausruhtour mit prächtigem Rundblick auf die umliegenden Bergriesen. Im näheren Bereich schauten wir auf den Sass Songher mit der Puez Geisler Gruppe, den Heiligkreuzkofel und die Marmolada. Im Hintergrund malten sich die Zillertaler Berge und die Ahrntaler Berge ab. Die Berggrößen der Dolomitenpässe waren  ebenfalls zu sehen. Was wollten wir mehr ?

In diesem Pfotenurlaub forderte ich zum zweiten Mal kein Cesar als Geschmacksverstärker für mein normales Futter an. Ich bekam trotzdem außer dem Trockenfutter einige Bröckchen Cesar zu essen. Bei größeren Wanderungen forderte ich mittags Leckerchen an, die ich ebenfalls bekam,

Auf einer Wanderung ist etwas Lustiges passiert. Gitte pfiff während des Laufens mit ihrer Hundepfeife zwei Mal (das bedeutet für mich: komm !). Ich kam freudig zu Gitte zurück. Die beiden Wanderer waren durch den Hundepfiff aufmerksam geworden und hielten am Hang Ausschau nach Murmeltieren.. So was Dummes, die Wanderer konnten eine Hundepfeife nicht von einem pfeifenden Murmeltier unterscheiden!

Während meines Urlaubs schien die Sonne jeden Tag. Die Temperaturen waren angenehm warm (bis 22° im Tal). Wer hätte das gedacht, als es vor Urlaubsbeginn schneite? Auch zwei Tage nach meinem Urlaub schneite es in Oberolang wieder. Es war ein schöner Urlaub und wir hatten viel Glück mit dem Wetter.