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Wandern in den Bergen
Die meisten Menschen meinen,
Dackel sind klein, haben kurze Beine und laufen nicht gerne. Wir mögen
zwar unseren eigenen Charakter haben, aber dass wir nicht gerne laufen, ist
ein Gerücht!
Das Wandern in den Bergen erfordert spezielle Kenntnisse, die jedoch
einfach zu erlernen sind.
Wann darf ein Hund wandern?
Da ein junger Hund noch sehr weiche Gelenke hat, sollte er erst in den
Bergen laufen, wenn die körperliche Entwicklung abgeschlossen ist. Das
Wachstum ist von der Größe des Hundes abhängig. Kleinwüchsige Hunde sind
mit 12 Monaten ausgewachsen, größere Rassen brauchen bis zu 24 Monate.
Fragt bitte euren Tierarzt, wann ihr mit dem Hund in den Bergen wandern
könnt.
Pfotenpflege
Vor dem Urlaub werden keine Haare zwischen den Ballen heraus
geschnitten. Während des Urlaubs verringern sich die Haare zwischen den
Ballen innerhalb kurzer Zeit. Je nach Bodenbeschaffenheit kann das innerhalb von 2-3 Tagen oder auch erst nach
1-2 Wochen der Fall sein. Der Ballenrand, der nicht mehr von Haaren
bedeckt ist, hat eine hellere rötliche Farbe. Das ist normal!
Ich werde aufgefordert, nicht so viel zu Scharren, da das die Pfoten
schont !
Sollten die Pfoten wund gelaufen sein, habe ich auf nässenden Wunden Penatenpuder
aufgestreut bekommen und bei trockenen Wunden Penatencreme
aufgetragen bekommen.
Der Puder bzw. die Creme gibt einen Film über die wunde Stelle (auch bei
empfindlich gewordenen Pfoten), Die
Stelle wird am Abend eingerieben, damit die Wunde bis zum nächsten Tag
einen Schutzfilm aufweist. Ablecken darf ich die Creme oder den Puder
nicht, was mir schwer fällt !
Bei Schnee und Eis solltet ihr die Pfoten mit Vaseline, Melkfett oder
ähnlichen Produkten einreiben.
Wanderverhalten
Schwierig ist es für mich, nicht so
schnell zu laufen. Gitte versucht,
mit ruhigen
Befehlen, wie "hier"
und "bleib" oder "stopp" und
"bleib" oder
"Platz" meinen Bewegungsdrang einzugrenzen. Neben den
Befehlen registriere ich den ruhigen gleichmäßigen Schritt.
Falls ich
darauf nicht höre, muss ich "bei Fuß" gehen. Dazu habe ich
meistens keine
Lust und halte mich an die erste Regel. Denkt daran, ich
weiß nicht, wie lange die Wanderung dauern wird.
Der Befehls
"zurück" ist wichtig. Wenn ich in meinem Übermut vorlaufe und
Gitte nicht sehen kann :

wie der
Weg verläuft (Felsen, Treppen und ähnliche Hindernisse),
ob ein Schneefeld kommt und ich mich
hinein stürze,
oder ob ich ein Murmeltier in seinem
Loch begrüßen möchte ...
"Ein Hund stürzt nicht ab"!
Diese Aussage kann ich bestätigen. Ich habe noch nie einen Hund gesehen oder von
einem Hund gehört, dem es in den Bergen schwindelig wurde. Jeder Hund, der
es gewohnt ist, in den Bergen zu laufen, wandert bis auf die Bergkuppe,
bis zum Gipfelkreuz oder einem ähnlich anspruchsvollen Ausguck.
Gitte meint, sie müsste mich festhalten wie auf dem Foto, doch ich
brauche das nicht!
Dackel sollen keine Treppenstufen
gehen.
Ich bleibe vor Treppen sitzen und lasse mich
tragen.
Wanderwege haben Holzstufen oder es liegen Holzrinnen zur Entwässerung quer über den Weg. Die Stufen bzw. Rinnen
lassen sich oft umgehen. Ich erhalte den Befehl
"links"
bzw. "rechts vorbei", und weiß, wo ich herlaufen soll. Ein
zusätzlicher
Fingerzeig ist dabei hilfreich. Tückisch sind doppelte Holzrinnen. Sie
erfordern besondere Vorsicht, wenn ich müde vom Wandern bin. Außerdem
müssen große Felsbrocken, die im Weg liegen, umgangen werden (so weit
möglich). Mit "Stopp"
werden ich dazu angehalten, zu warten. Meine
Menschen müssen sich die Situation erst ansehen. Nach einiger Zeit
kann ich allein entscheiden, wie und wo ich gehe.
Grasiges oder almiges Gelände ist nicht immer so weich, wie es
aussieht. Ich gehe gerne auf Wiesen, doch manche Wiesen sind pieksig
(stachelig). Bevor ihr eure Hunde schimpft, fühlt bitte mit der Hand,
ob euer Hund auf dem Terrain laufen kann.
Geröllfelder lassen sich
nicht immer vermeiden. Beim ersten Mal hat
Gitte sehr aufpasst und mir mit ihren Fingern gezeigt, wie und wo ich auf die Felsbrocken springen
soll. Wenn die Löcher zwischen den einzelnen Felsen zu groß waren und ich
mich verletzen konnte, wurde ich getragen. Ich zeige durch mein
Verhalten, ob es mir
Probleme macht, im Geröll zu laufen. |
Schneefelder sind etwas
Schönes für uns Hunde. Ich wälze mich gerne darin. An Hängen und Abgründen
werde ich aufgefordert, mich nicht im Schnee zu wälzen. Das wäre zu
gefährlich !
Hängebrücken gehe ich
nicht gerne. Darauf schwanke ich
fürchterlich. Ich habe aber
größere Hunde gesehen, die mutig über schwankende Planken gelaufen sind.
Schotter und Bergrinnen
sind berauf zu ertragen. Wenn ich bergab gehen muss, rutsche ich
mit meinen Ballen über das Gestein nach unten. Die Ballen werden
empfindlich. Wenn es mir weh tut, hebe ich die Pfoten oder trotte ganz
langsam und setze die Pfoten sehr gezielt auf. Manchmal werde ich dann
getragen. Test: mit den
Händen fühlen, wie rau das Gestein ist.
ein Mal ist kein Mal
sagt der Dackel. Gitte und Herbert haben mich leider durchschaut.
Wenn ihr etwas ein Mal macht, macht ihr es auch ein zweites Mal. Beim dritten
Mal ist es Gewohnheit bei mir (Dackel). Überlegt euch gut, was ihr wie
oft macht.
der Dackel im Rucksack?
Ich
war gut ein Jahr alt, als mir das "im Rucksack" bleiben" beigebracht
wurde. Auf dem linken Foto könnt ihr sehen, dass ich mich unsicher
zu Herbert umdrehe. Danach wurde ich
probeweise durch einige Strassen getragen. Am Anfang war es hilfreich,
eine zweite Person zu haben, die darauf aufpasst, dass ich ruhig sitzen
bleibe und nicht ständig den Kopf hin- und herdrehe. Auf den
Strassen in der Stadt ist diese Übung einfach. Denkt daran, im Gebirge kommt der Geruch
von Wild dazu .....
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verschiedene Rücksäcke habe ich auf Tauglichleit geprüft .... |
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Das Rucksacktragen
wurde eigentlich nur für "Notfälle" geübt. Im
Pfotenurlaub Wallis (rechts
oben) durfte ich beweisen, dass es mir nichts ausmacht, im Rucksack
getragen zu werden .
Seilbahn Fahren
Etwas heikel ist das Seilbahn fahren. Ich hatte fürchterliche
Angst vor der Gondelbahn,
die schrecklich laut über Pfeiler fuhr. Ich durfte mit meinen Menschen
darin fahren.
Auf
dem linken Fotos seht ihr mich während meines Pfotenurlaubs im
Meraner
Land. Ich wurde auf den Boden gesetzt, doch sobald die Seilbahn
fuhr, sprang ich an Gittes Beinen hoch. Wurde ich auf den Arm genommen, verhielt
ich mich ruhig.
Test: Um dieses Verhalten
zu hinterfragen hat sich Gitte auf den Boden der Seilbahn
gehockt und festgestellt, dass die Gondel in diesem Bereich am Stärksten schwankt.
Seitdem darf ich auf den Arm oder auf die Sitzbank, wenn ich sauber bin.
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Sessellift fahren (Foto
rechts oben) ist schwieriger, als Gondelbahn fahren. Die
Größe des Hundes ist sicherlich
entscheidend, ob ihr eine Sesselliftfahrt wagen könnt. Vor Beginn solltet
ihr nachschauen, wie lange die Seilbahnfahrt dauert. Der Druck auf die
Arme, auf denen der Hund thront, wird nach einer gewissen Zeit immer
stärker. Wie es so schön heißt, ihr bekommt "lange Arme".
Ich habe festgestellt, dass es beim ersten Mal einfacher ist, einen Lift mit einem Doppelsitz zu
nehmen. Gitte nahm mich auf den Schoß und Herbert nahm beide Rucksäcke.
Da wir nebeneinander saßen, hatte ich kein Problem.
Wenn ihr einzelne Sitze habt, lasst mich hinter der ersten Person fahren,
damit ich nach vorne schaue. Schließlich will ich mir nicht den Kopf
verrenken!
Es kann Umstände geben, wo ihr besser auf die
Sesselliftfahrt mit dem Hund
verzichtet.
Korblift fahren ist auch
etwas für
größere Hunde. Ich habe einen Korblift im
Vinschgau kennen gelernt.
Normalerweise werfen die Bediensteten eine Bodenplatte auf den
Gitterboden des Liftes. Bei uns haben Sie das vergessen und es fiel uns
erst auf, nachdem wir schon fuhren.
Womit ihr rechnen solltet: Ich habe während
der Fahrt Rehe, Gämsen und Eichhörnchen beobachtet.
Einmal wurde während
der Fahrt der Sessellift abgestellt, weil einer Person krank geworden
war.
Eine Fahrt dauerte
20 Minuten, was mir wie eine Ewigkeit vorkam.
Futter/Fressen für wandernde
Hunde
Das ein Hund mehr zu Essen bekommen muss, wenn er wandert, dürfte
jedem klar sein. An einem normalen Tag (ohne wandern) bekomme ich
ca. 100gr. Royal Canin mini (für kleine Hunde). Wenn ich wandere, bekomme
ich ca. 130gr. plus ca. zwei Kaffeelöffel Cesar am Tag. Gitte macht im
Urlaub immer Figurkontrolle (Blick auf den Rücken und die hoffentlich
vorhandene Taille) und entscheidet dann, ob ich mehr zu essen bekomme.
Trotzdem nehme ich in drei Wochen Urlaub bis zu 400gr Körpergewicht ab.
Das liegt daran, dass ich einfach nicht mehr essen kann und auch zu müde
bin. Nach dem Urlaub reguliert sich das fast von allein. Innerhalb von
2-3 Tagen habe ich mein Normalgewicht, welches 8,2 kg beträgt.
Wie viel Futter ein größerer Hund mehr braucht, wenn er wandern soll,
kann ich nicht sagen. Vielleicht könnt ihr das hochrechnen, oder euren
Tierarzt fragen. Die Menge richtet danach, wie anspruchsvoll der
Wanderweg ist: muss der Hund viel springen, wieviel Höhenmeter sind zu
bewältigen, wird im Schnee getobt usw..
Allgemeines: Ich darf grundsätzlich im
Urlaub nicht ohne Leine laufen. Ich höre zwar auf Zuruf und auf die
Hundepfeife, doch wenn ich Wild rieche, bin ich nicht zu bremsen. Gitte
achtet immer auf meinen Körperhaltung. Sobald ich die Nase und den
Schwanz hebe, ist Gefahr im
Verzug und das Wild nicht weit entfernt. (Wenn der Schwanz wedelt, steht
evt. ein Reh vor uns!) Ein "fein gezeigt" bremst
meinen Tatendrang. Pfeifen die Murmeltiere, habe ich sie schnell entdeckt
und springe zu ihrem Bau. Da würde ich zu gerne mal nachsehen ... doch
ich habe auch Angst! "Fein
gezeigt".
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